Folge 4 – Bauchchirurgie im Fokus

Shownotes

Gäste: Dr. med. Yves Borbély & Prof. Dr. med. Guido Beldi Format: Podcast „IM FOKUS: BAUCHMEDIZIN“ – Folge 4

Kapitel:

  • 00:00 – Intro & Thema der Episode: Motivation für die Chirurgie
  • 00:34 – Warum Chirurgie? Erste Schritte und berufliche Orientierung
  • 01:12 – Der Reiz der Chirurgie: direkte Hilfe, Technologie & Verantwortung
  • 02:10 – Die ersten Jahre im Spital: Lernen, Arbeitsalltag & Prägende Erfahrungen
  • 03:24 – Die erste Operation: Erinnerungen, Verantwortung & Emotionen
  • 04:19 – Von der offenen Chirurgie zur Schlüssellochtechnik
  • 05:24 – Eleganz und Vorteile minimalinvasiver Verfahren
  • 06:12 – Entwicklung der Chirurgie: Von Laparoskopie zu Robotertechnik
  • 07:39 – Robotische Chirurgie: Präzision, Ergonomie & neue Möglichkeiten
  • 09:11 – Zukunftsvisionen: Zwei Teams, kombinierte Zugänge & schnellere OPs
  • 10:22 – Innovationen & Lernkurven in der chirurgischen Entwicklung
  • 11:29 – Endoskopie heute: Fortschritt und neue Kombinationswege
  • 11:57 – Blick in die Zukunft: Wo steht die Chirurgie in 10 Jahren?
  • 12:15 – Motivation & Leidenschaft für die Chirurgie – persönliches Fazit

Takeaways:

  • Chirurgie vereint technische Weiterentwicklung, unmittelbare Wirkung und hohe Verantwortung.
  • Die minimalinvasive Chirurgie und robotische Systeme verändern den Berufsalltag grundlegend.
  • Junge Chirurg:innen profitieren heute von moderner Technologie und stehen morgen vor neuen Entwicklungen.
  • Die Zukunft der Bauchchirurgie liegt in Präzision, besseren Zugängen und interdisziplinären OP-Konzepten.

Weiterführende Informationen & Kontakt:

Rechtlicher Hinweis: Dieser Podcast ersetzt keine individuelle ärztliche Beratung.

Transkript anzeigen

00:00:04: Im Fokus.

00:00:06: Bauchmedizin.

00:00:07: Menschen, Klinik, Geschichten.

00:00:10: Aus dem Innersten vom Bauchzentrum.

00:00:13: Der Podcast für ein gutes Bauchgefühl.

00:00:18: Wie kam der Dr. med. Yves Borbély und Prof. Dr. med. Guido Beldi zu ihrem Beruf?

00:00:24: Wie haben sie angefangen und wohin entwickelt sich der Beruf Viszeralchirurg in der Zukunft?

00:00:31: Das alles im heutigen Podcast.

00:00:34: Guten Tag, mein Name ist ... Guido Beldi.

00:00:36: mit mir ist heute Dr. med. Yves Borbély und wir reden heute über unsere Motivation für unseren Beruf.

00:00:45: Also warum machen wir Chirurgen?

00:00:47: Und wir werden auch darüber reden, in welche Richtung denken wir, wird die Zukunft von Chirurgie bringen.

00:00:54: Also Yves.

00:00:55: Gehe ich hier?

00:00:56: Freut mich, dass du da bist.

00:00:58: Ja, erzähl doch, Yves.

00:01:00: Warum hast du Chirurg werden wollen?

00:01:02: Ich habe dich lange nicht ... Ich wusste wirklich, dass ich wirklich Chirurg werde.

00:01:06: Ich habe gespürt, ich will etwas machen mit Menschen.

00:01:08: Ich habe gespürt, ich will etwas machen mit neuer Technologie.

00:01:12: Ich wollte Leute helfen.

00:01:14: Ich habe aber tatsächlich sehr Biologie angefangen.

00:01:17: Einfach auch, weil es mich sehr interessiert hat, wie funktioniert das Ganze, wie funktioniert der Mensch.

00:01:23: Ich habe dann aber relativ schnell gemerkt, das ist doch nichts für mich und bei den auf Medizin.

00:01:29: umgesattelt und hat dann auch im laufenden Studium gemerkt, Kielgie ist das, wo wirklich, wo man schnell jemanden helfen kann.

00:01:38: Das hat vor und nach noch nicht ganz klar gesagt, aber wenn es dann nicht funktioniert, merkt man es auch relativ schnell.

00:01:44: Aber das war für mich so eine Motivation.

00:01:46: Ich wollte wirklich Probleme haben, die man lösen kann, die man auch mit den Patienten zusammen schnell irgendwie eine richtige Änderung in der Therapie herunterbringt.

00:01:57: So wie die kennen, dass das passt.

00:01:58: Du bist ein Macher, du bist gerne jemandem, der den Leuten etwas handfest bringt.

00:02:04: Aber erzähl noch die erste Jahre.

00:02:08: Du warst nach dem Staat gesammelt.

00:02:11: Du hattest eine Chirurgie, aber du hattest noch nicht gerade selber können.

00:02:16: Ganz klar.

00:02:16: Es war auch noch eine Zeit, in der andere Regeln und Gebrüche gehörst du nicht in der Chirurgie.

00:02:24: Es ist schon noch sehr ... Ich war handfester, also sehr früh angefangen am Morgen.

00:02:30: Sechs, Viertelab sechs war im Spital.

00:02:33: Und ich ging später heim mit Arbeitspensern, die heutzutage nicht so ganz akzeptiert sind.

00:02:41: Hätte mir aber wirklich eine grosse Faszination an diesem Beruf gefunden, habe wenig ausgemacht.

00:02:48: Ich wollte wirklich schnell viel lernen.

00:02:51: Und das ist auch etwas, was ich bei den heutigen ... Keurgieanfänger auch immer noch gesehen, die Wände schnell vorwärts kommen.

00:02:59: Und das war auch eine grosse Faszination.

00:03:01: Man konnte in der Keurgie früher viel arbeiten, aber auch viel profitieren können, für sich selbst.

00:03:08: Das hat mich sehr fasziniert.

00:03:14: Das treibt mich bis jetzt hier.

00:03:16: Natürlich gibt es gewisse Bessen, das kann man mit Zettigerlebnis gut durchdienen.

00:03:21: Kannst du dir noch

00:03:25: einmal deine erste Operation erinnern?

00:03:27: Jawohl,

00:03:27: mag ich sehr gut mich daran erinnern.

00:03:29: Es war eine Blind-Ampfernung bei einem Spanderweiss, einem Fußballer, wo ein Fußballclub, wo der Teamarzt von diesem Club auch dabei stand.

00:03:39: Und ich wusste durchaus darum, ich wollte es wirklich richtig und gut machen.

00:03:45: Und unter Beobachtung hat es vielleicht nicht gerade nur einfacher gemacht, aber es ist alles sehr gut.

00:03:52: Zugelteiter?

00:03:53: Ja, natürlich.

00:03:53: Und der

00:03:54: Oberarzt war

00:03:56: schon da?

00:03:57: Dann zumal hat der Chefarzt immer die erste Operation einmal assistiert und das war dann auch so.

00:04:02: Ja, genau.

00:04:03: Und dann hat der Fußballtrainer dort im Oberarzt?

00:04:06: Ja, also es ist der Teamarzt.

00:04:07: Der Team der Teamarzt, der der Team hat, der ist dann auch da.

00:04:12: Ich habe nichts anderes gekötzt.

00:04:14: Was ich bin,

00:04:15: ist das Gefühl, nach der ersten Operation rauszukommen.

00:04:19: Es war sehr speziell, weil man spürte die Verantwortung, die man für ein Patient hat.

00:04:29: So lange man das schon macht, ist das eine gewisse Routine.

00:04:32: Am Anfang merkt man schon, dass es nicht schief geht.

00:04:36: Das muss jetzt wirklich verheben.

00:04:37: Man hat sich lange vorbereitet auf das Ganze.

00:04:42: Das Beste und das Beste für den Patienten gehen und überleiten sich mehrfachst.

00:04:48: Habe ich auf alles geschaut, bin ich gut genug vorbereitet?

00:04:52: Und dann ist es natürlich auch gut, wenn man jemanden hat, der einem auch sagt, du machst es richtig, alles ist gut.

00:04:59: Das braucht manchmal auch eine Idee, der Rückhalt dann schon auch.

00:05:02: War das ein Labroskop oder war

00:05:04: das eine Kunde?

00:05:05: Ja, das ist sehr sparnich eigentlich.

00:05:08: Anfang meiner Karriere habe ich gar nicht gelernt, die Offen zu operieren.

00:05:12: Ich habe eigentlich nur Schlüsselhochtechnik gelernt und habe erst im Verlauf der Zeit, wo ich dann hierher kam und andere Krankheitsbilder, andere Probleme gemerkt habe, angefangen Offen zu operieren.

00:05:24: Ja,

00:05:24: und wie war das?

00:05:25: Mir war es ähnlich.

00:05:26: Ich habe zuerst gelehrt, dass ich kopisch operiere und dann hererst die grossen Offen.

00:05:31: Ich kann

00:05:32: es lustiger sein.

00:05:34: Ich verbinde nach wie vor eine grosse Faszination mit minimaler massiver Technik.

00:05:38: Das ist vielleicht auch mit diesem Entsprung.

00:05:42: Ich finde es sehr elegant.

00:05:44: Ich finde es einfacher, ganz ehrlich, als offen operieren.

00:05:48: Also minimaler massiver.

00:05:49: Man sieht mehr, man hat mehr Bewegungsfreiheit.

00:05:52: Es ist auch mich weniger belastend für einem selber.

00:05:56: Also rein körperlich.

00:05:58: Also ich bin sehr ein grosser Fan und das wird uns vielleicht im zweiten Teil der Diskussion auch weiterführen, wo wir dann die Zukunft von ganzem sagen.

00:06:05: Gibt es nur noch Minimalinvasiven oder gibt es auch noch andere Wege?

00:06:10: Aber das ist noch wirklich etwas, das mich sehr unterreibt.

00:06:13: Und der nächste Sitz für Minimalinvasiven.

00:06:16: Hier hat man das mit den Instrumenten gemacht und jetzt macht man es ja häufig mit Roboter.

00:06:21: Wie war der Wechsel für dich?

00:06:24: Wir haben dann sogar noch einen Zwischenschritt gemacht.

00:06:26: Und zwar gab es etwas, das hat Note, also Natural Orifice Surgery, also wo man eine Art wie versucht hat, durch Sex durch den Magen zum Beispiel, Blindwampfer nicht zu machen, oder es bei Frauen, Trans-Vaginar, also durch die Vagina durch.

00:06:41: Es läuft dort drin.

00:06:43: Sie haben sogar Blasen oder so Sachen rausgenommen.

00:06:47: Das habe ich auch noch mitgemacht.

00:06:48: Das hat sich nicht durchgesetzt.

00:06:51: Es war spannend und technisch.

00:06:55: Aber es ist doch nicht so minimallimpfosiv, wie man denkt.

00:07:00: Ja, gut dort.

00:07:02: Wie darf der Roboter die nächsten Generationen vom Roboter möglicherweise etwas bringen?

00:07:07: Absolut.

00:07:07: Wenn du jetzt denkst, am Roboter zu operieren, was war dieser Schritt für die Lapproskopie zum Roboter?

00:07:16: Ich muss sagen, ich bin nicht einer der Ersten, die das gemacht hat, warum, weil ich mit der Lapproskopie sehr weit gekommen bin und ich bezüglich minimaler Invasivität nicht unbedingt im Vorteil gesehen habe, aber doch mit dem Verlauf der Zeit muss ich merken, Es bringt einem tatsächlich etwas im Sinne einer gewissen Ruhe im Operationsfeld.

00:07:37: Ich denke auch, dass Präzision noch ein Tick besser ist.

00:07:43: Und, und das ist auch für mich ein sehr grosser Punkt, es ist auch für einem selber einfacher zu operieren im Sinne einer ergonomischen Qualität.

00:07:53: Das ist dann vor allem für komplexere Operationen.

00:07:56: Wir machen ja beide eher komplexere Sachen mit, weil ein Speiser entfernt ist.

00:08:01: Hier spielt es schon, wenn es etwas länger geht.

00:08:05: Also vielleicht mal fünf, sechs Stunden.

00:08:07: Und wenn man dann geistig frisch ist, bringt das schon etwas.

00:08:12: Es ist schon spannend.

00:08:12: Du hast gesehen, dass die Labraskopie für dich ergonomischer ist.

00:08:15: Und in diesem Sinne ist der Roboter eigentlich noch ein nächster Schritt für die Ergonomie.

00:08:20: Das merke ich auch, wenn man lang hier darf sitzen.

00:08:24: Ist mir im Kopf frischer als wenn man lange stehen muss und die Instrumente in einer speziellen Haltung ausgeschreckte Arme, dann wird man sogar etwas kraftvoll.

00:08:38: Ja, man muss arbeiten.

00:08:40: Das ist wirklich so.

00:08:41: Es ist noch schwierig, das als Zeichen für den Patient, der Benefit für den Patient, wobei das gewisse Gebiet gibt, wo das schon erwiesen ist.

00:08:51: Überall.

00:08:52: Und das ist natürlich noch eine Entwicklung, oder?

00:08:55: Wir haben es gerade gestern diskutiert.

00:08:59: Der nächste Roboter, den wir ja schon haben, das nächste System ist näher oder

00:09:03: da.

00:09:03: Das ist das Textesystem, das heisst das.

00:09:06: Das ist jetzt ein einfacher Pendant zum Da Vinci.

00:09:09: Oder dort hat man die Möglichkeit, bei kleineren Operationen ohne riesen Roboter sehr effizient zu operieren.

00:09:17: Das sehe ich absolut auch als Zukunft.

00:09:21: Es wird mich nicht wirklich wundern, wie es dann auch wird.

00:09:24: Wir haben ja mit der Einführung der Labroskopie viele Brüche und Regeln.

00:09:29: Es gibt zwar einen Anführungszeichen, von der offenen Chirurgie hat man revolutioniert.

00:09:34: Gerade wenn man zum Beispiel Blinderentfernung angeht, hat es so zwei, drei Sachen, die man sagen muss, in Retrospekt völlig unnötig werden.

00:09:42: gibt es hier mit der robotischen Chirurgie auch Sachen bezüglich Laparoscopie.

00:09:46: Also eine Verlündung in Minimalumsität umwirft.

00:09:50: Ich hoffe sehr, weil es mich sehr, sehr wichtig ist, dass man sich immer wieder überlegt, machen wir es richtig, machen wir das, was nötig ist oder was überhaupt nötig ist.

00:10:00: Ich erhoffe mir von der robotischen Chirurgie auch die Möglichkeit neue Operations.

00:10:05: Strategie zu haben.

00:10:06: Konkret.

00:10:07: Wir haben vielleicht zwei kleine Inzisionen.

00:10:10: Dort gehen wir rein und können das Riesenoperationsfeld bedienen.

00:10:15: Vielleicht sogar mit zwei Teams gleichzeitig.

00:10:17: Was dazu würde führen, dass wir dann vielleicht eine kürzere Operationsseite hätten.

00:10:22: Die Revolution, so weit sind wir noch nicht.

00:10:25: Am Mensch zumindest.

00:10:27: Aber da denke ich, dass wir in zehn Jahren viel weiter werden können.

00:10:31: Ja, vor allem denke ich natürlich an Operationen.

00:10:34: Am oberen Gastrointestinadrat ist natürlich ein Speiseröhre, aber oben im Rectum, also beim Entdarm.

00:10:40: Oder dass man ein Team von oben operieren könnte.

00:10:43: Und das ist die andere Team von unten.

00:10:45: Weil das sind ja beides Regionen, die schwierig zu operieren sind, weil sie so an Grenzflächen stehen.

00:10:52: Der Speiseröhre ist das die Färchfälle, unten ist das der Beckenboden.

00:10:58: Und er hat sicher Vorteile, wenn man die Kombination machen könnte.

00:11:02: Das sehe ich absolut auch.

00:11:03: Nicht mit einem Wunder, wie der Einfluss der Indoskopie, also der Spiegelungsmethoden sind, die ja auch nicht wie früher sind, wenn man ganz ehrlich ist.

00:11:12: Vor zwanzig Jahren war das noch völlig ein anderes Vorgehen als heute.

00:11:16: Heutzutage kann man über eine Spiegelung relativ viel erreichen.

00:11:19: auch mit Resektionen und so weiter.

00:11:24: Und vielleicht gibt es hier auch Mischwege, die sich in die Suche etablieren

00:11:28: werden.

00:11:29: Und da sind wir wieder am Anfang, wo du gesagt hast, Du hast damals zwar mit Lapras Kopie angefangen, aber damals, als du angefangen hast, war es selbstverständlich, dass all diese Operationen durch ein Team offen operiert wurden.

00:11:43: Und das Bild, das du jetzt malst, für die Zukunft, zeigt, dass man durch das Lumen des Darmes, also durch das Mul oder durch den Entarmtut operieren, gleichzeitig vielleicht mit dem Roboter vom Bauch her.

00:11:57: Es wird wirklich spannend sein, was sich dort in den nächsten Jahren entwickelt.

00:12:02: Absolut.

00:12:02: Wenn wir vorhin reden von Motivation, warum mache ich den Beruf, ist genau das.

00:12:07: Man ist wirklich an den Speerspitz der Entwicklung dabei und kann das Ganze gestalten.

00:12:12: Das finde ich wirklich sehr, sehr spannend.

00:12:15: Ja, also, merci vielmals.

00:12:17: Ein spannender Karriere bis jetzt.

00:12:20: Ein spannender Karriere noch in Zukunft, mit all den neuen technischen Möglichkeiten.

00:12:26: Wir werden sehen, was uns in den nächsten Monaten und nächsten Jahren für eine technologische Fortschrittarchäologie bringt.

00:12:33: Danke

00:12:48: dir.

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