Folge 6 – Speiseröhre im Fokus
Shownotes
Gäste: Dr. med. Riad Sarraj & Dr. med. Yves Borbély Format: Podcast „IM FOKUS: BAUCHMEDIZIN“ – Folge 6
Kapitel:
- 00:00 – Intro & Thema der Episode: Erkrankungen der Speiseröhre
- 00:32 – Frühveränderungen der Speiseröhre: eine Erfolgsgeschichte der Endoskopie
- 01:13 – Risikofaktoren: Reflux, Entzündungen und langfristige Veränderungen
- 01:45 – Wie lange dauert die Entstehung von Zellveränderungen?
- 02:15 – Risikoabschätzung und Zeitfenster für Prävention
- 03:12 – Screening: Wann ist eine Magenspiegelung sinnvoll?
- 04:08 – Warnzeichen: Schluckbeschwerden und wann abgeklärt werden sollte
- 04:35 – Barrett-Ösophagus: Nachsorge und Kontrollintervalle
- 05:13 – Wann Frühveränderungen behandelt werden sollten
- 05:47 – Endoskopische Therapien: Ablation und Abtragung
- 06:43 – Grenzen der Endoskopie und Rolle der Chirurgie
- 07:05 – Endoskopischer Ultraschall zur Tiefenbeurteilung
- 08:09 – Warum der richtige Zeitpunkt entscheidend ist
- 08:52 – Gewebeentfernung und diagnostische Sicherheit
- 09:41 – Rückfallprävention: Refluxkontrolle und Nachsorge
- 10:20 – Medikamentöse Therapie und chirurgische Optionen
- 11:45 – Langfristige Erfolge moderner endoskopischer Verfahren
- 13:09 – Zusammenfassung & persönliches Fazit
- 13:30 – Outro
**Takeaways: **
- Langjähriger Reflux kann zu Entzündungen und Frühveränderungen der Speiseröhre führen.
- Zellveränderungen entwickeln sich über Jahre und bieten ein wichtiges Zeitfenster für Prävention.
- Moderne endoskopische Verfahren ermöglichen heute eine frühzeitige und schonende Behandlung.
- Die individuelle Risikoabschätzung und Nachsorge sind entscheidend für den langfristigen Erfolg.
**Weiterführende Informationen & Kontakt: **
- Bauchzentrum – Termin & Informationen: https://bauchzentrum-bern.ch/
- Feedback zur Folge senden: bauchzentrum@insel.ch
- Alle Plattformen & Abonnieren: https://im-fokus-bauchmedizin.podigee.io/
Rechtlicher Hinweis: Dieser Podcast ersetzt keine individuelle ärztliche Beratung.
Transkript anzeigen
00:00:04: Im Fokus.
00:00:06: Bauchmedizin.
00:00:07: Menschen, Klinik, Geschichten.
00:00:10: Aus dem Innersten vom Bauchzentrum.
00:00:13: Der Podcast für ein gutes Bauchgefühl.
00:00:18: Wie können Zündungen oder Vorstadien von Tumoren in den Speiseröhren behandelt werden?
00:00:24: Darüber redet der Vizeralchirurg Dr.
00:00:27: Yves Borbey und Dr.
00:00:30: Ria Zarage im heutigen Podcast.
00:00:32: Guten Tag, ich war bei hier mit einer weiteren Folge unserer Wisterallkirgi-Insel-Podcast-Reihe.
00:00:40: Heute zu Gast Riad Sarasch, langjähriger Mitarbeiter der Gassorglogie.
00:00:46: Guten Tag, Riad.
00:00:47: Zäluiv, danke für die Anleitung.
00:00:48: Danke fürs Kommen.
00:00:50: Wir steigen gerade ein ins Thema heute sehr spannend.
00:00:54: Früh, Tumore, der Speiseröhre.
00:00:57: Und ich denke, das darf man wirklich sagen.
00:00:58: Eine Erfolgsgeschichte der Endoskopie.
00:01:02: Lass uns beginnen mit, wer ist eigentlich ein Risikopatient, Risikopatientin?
00:01:08: Bei wem muss man ein bisschen genauer hinschauen, diesbezüglich.
00:01:13: Das baiserere Tumor kommen häufiger von Patienten, die eine sehr, sehr lange durch Jahren Exposition zum Saueraufstoßen haben.
00:01:27: Die Reflex, so genannte, oder die Saueraufstoßen, Das heißt, es ist eine Rückfluss von Sauernheit, der im Magen ist, in die Speiseröhre, kommt zu einer sehr langfristigen Entzündung.
00:01:44: Und über Jahre ändern sich die Zellen mit dieser Entzündung, die von die Speiseröhre sind.
00:01:52: Und das kann in einer langen Zeit sich zu meiner Speiseröhre
00:01:59: Und du betonst lange Jahre.
00:02:01: Das ist nicht etwas, was in einer Woche kommt.
00:02:03: Nein, genau.
00:02:04: Das braucht eine sehr lange Exposition, dass die Zellen über eine langfristige Zeit entzündet sind.
00:02:15: Zehn Jahre, zwanzig Jahre.
00:02:17: Wir sprechen über ungefähr zehn Jahre.
00:02:22: Der Risiko, wenn man eine Zelländerung in die Speiseröhre hat und nur eine erstgradige Zelländerung sozusagen ist von Null Komma Eins Prozent jedes Jahr, dass sich zu meiner Krebs sich entwickelt.
00:02:40: Das ist eine sehr, sehr geringe, aber natürlich mit die Jahren, das bildet sich mehr und mehr.
00:02:48: Es gibt uns aber auch Zeit.
00:02:49: Das gibt uns Zeit, letztendlich das Ganze gut anzuschauen und gegebenenfalls auch zu behandeln.
00:02:56: Ganz genau.
00:02:57: Jetzt ist ja im Vergleich mit dem Diktankrebs nicht Usus, dass jetzt alle eine Markenspiegelung bekommen.
00:03:05: Wer würde es nicht Sinn machen, dass wir bei allen Patienten jetzt eine Markenspiegelung machen?
00:03:13: Es gibt sogar Diskussion dafür, dass für einige Patienten, zum Beispiel Patienten, die älter als fünfzig Jahre sind und auch mit andauerter Beschwerden von Refluks und Saueraufstoßen eine Magenspiegelung bekommen dürften.
00:03:40: Um es sich zum eine Bevölkerungsscreening oder Vorsorge dann kommt, ist es wahrscheinlich noch eine Weg.
00:03:48: Aber unbedingt, wenn Patienten, die auch andere Risiken haben, zum Beispiel Patienten, die rauchen und die älter als fünfzig Jahren sind und die auch sauer aufstoßen haben, dann werden wir wahrscheinlich, kommen sie dann schneller als später zum einem Agentspiegelungen.
00:04:09: Und ich glaube, spätestens wenn man Probleme mit dem Schlucken hat, sollte man dann wirklich
00:04:14: ein
00:04:14: bisschen aggressiver zum Endoscopic ergehen.
00:04:18: Jetzt gehen wir davon aus, dass wir sehen, dass eine Patient eine Patient eine schwergradige Entzündung hat, die vielleicht auch schon zu einer Umwandlung des Gewebes geführt hat, aber noch nicht im Sinne Tumor, sondern mehr im Sinne von Narvik verändert.
00:04:35: Barrett ist auf August.
00:04:37: Wie gehen wir da vor?
00:04:39: Da sind wir ein bisschen authentiver.
00:04:41: Genau, wenn man mit einer Gewebeprobe die Zellveränderungen von die Speiseröhre dann gesichert haben.
00:04:51: Man sollte mit einer Nachsorgeuntersuchung anfangen und abhängig von wie viel die Zellen sind jetzt verändert und wie lange ist diese Entzündungstrecke, kann man den Abstand zwischen Spiegelungen auf zwei bis fünf Jahren dann entscheiden.
00:05:13: Und wenn die Zellveränderungen so signifikant sein sollten, dass man sieht, dass es kommt, es könnte langsam zum einer Krebs kommen oder sozusagen, dass der Risiko kommt von null eins Prozent bis eins Prozent oder zehn Prozent pro Jahren, abhängig von wie hoch sind die Zellentzündung, dann sollte man diese Zellen wegnehmen sozusagen.
00:05:47: Und da haben wir mehrere Möglichkeiten.
00:05:50: diese Zellen zum Entfernen und entweder kann man die Zellen mit Strom verbrennen.
00:05:59: Das heißt, dass es passiert alles durch eine Magenspiegelung und dann mit dem Kamera kann man eine Sicht auf diesen Art von Zellveränderung haben.
00:06:12: und dann mit einer Stromplatte kann man diese Zellen über am meisten mehrere Spiegelungen dann verbrennen.
00:06:25: Und wenn es zum eine Lesion mit einer Erhabenheit kommen sollte, eine sogenannte Polyp, wie man im Digtarm haben könnte, das hätte man auch in die Speiseröhre, könnte man das auch in die Speiseröhre haben, dann hat man auch die Möglichkeit, das mit einem Spiegelung zu entfernen.
00:06:44: Wichtig aber auch dort, dass man dann schon schaut, wie tief das reingeht.
00:06:50: Das ist ja ein bisschen der Achillesverse dieser Technik.
00:06:55: Dass es wenn es dann zu tief kommt, dass wir dann doch schon wieder Richtung Geologie denken
00:07:00: müssen.
00:07:01: Wie macht man das?
00:07:02: Was ist da?
00:07:03: Was sind die besten Möglichkeiten?
00:07:05: Es gibt auch zwei verschiedene Möglichkeiten.
00:07:09: Eine sehr elegante Möglichkeit ist eine Ultraschall, die wir von rein in die Speiseröhre fahren.
00:07:15: Das ist für den Patienten eine händische Untersuchung, ganz eine Magenspiegelung.
00:07:20: Aber für uns hat unsere Geräte nicht nur eine Kamera in vorne, aber auch ein Ultraschallkopf.
00:07:26: Und damit kann man in die Speiseröhre die Umgebung Schleimhaut und Organen von die Speiseröhre sehen.
00:07:35: und dann, wenn eine Lesion oder eine Tumor oder eine Entzündung sein sollte, man kann auch die Schichtung von die Speiseröhre dann identifizieren und sehen und dann entscheiden, ob das eine Lesion oder eine Tumor, die tief in die Speiseröhre wächst, sogar auch raus in die Speiseröhre wechseln könnte oder ob das eine Lesion, die nur in die Schleimhaut, das heißt nur in die erste oder zweite Schicht sein sollte.
00:08:09: Das ist ja schon sehr, sehr wichtig.
00:08:11: Wir dürfen ja dann auch nicht den Umschlagspunkt in Anflungszeichen verpassen, wenn das dann weitergeht.
00:08:19: Das ist ein bisschen das Perfide an diesem Tumor, dass der sehr, sehr schnell in die Lymphknoten ... mit der Stasiert oder Ableger bildet.
00:08:31: Und dann nützt natürlich dieser Verfahren nichts mehr.
00:08:34: Oder dann müssen wir wirklich von außen hin mit gerurgischen Maßnahmen.
00:08:37: Jetzt hast du vorher noch eine zweite Möglichkeit angesprochen.
00:08:41: Die zweite Möglichkeit ist, und die ist natürlich besser, aber die muss man auch sehr gut überlegen, ist diese Lesion zu entfernen.
00:08:52: Und wenn man diese Lesion wegschneidet, dann kann man natürlich mit die mikroskopische Untersuchung sehen, ob die Zellen sind bis zum Schleimhaut oder ob es gibt noch tumorale Zellen, die nicht rausgeschnitten wurden.
00:09:12: Das gibt uns natürlich eine genauere Diagnose.
00:09:18: Es hat den Nachteil aber, dass man schon eine Schnitt und schon eine Intervention und schon eine Narbe da gemacht.
00:09:27: Das kann man auch nicht immer während wiederholen.
00:09:30: Das geht ein, zwei, drei Mal, oder?
00:09:33: Genau, weil dann die Narbige Gewebe lässt sich nicht mehr so einfach abtagen.
00:09:40: Ja, das stimmt.
00:09:41: Nächste Frage, natürlich auch, okay, was machen wir, damit es nicht wieder kommt?
00:09:45: Weil wenn ich dich richtig verstanden habe mit dieser Gewebsenfernung, punktuell, ist dann der Tumor dort weg.
00:09:52: Aber das Problem ist ja, dass immer wieder so nach oben kommt, dass vielleicht das gesamte Gewebe, wie soll ich sagen, verändert ist und dazu führen kann, dass da weitertumor und wiedertumor welches an einem anderen Ort.
00:10:07: Was sind da für Strategien?
00:10:10: Wir müssen sicher machen, dass die Sauernheit von den Magen nicht mehr an diesen Ort, diese Entzündung, verursacht.
00:10:20: Und da gibt es mehrere Optionen.
00:10:22: Die erste und einfachste ist mit Medikamenten.
00:10:25: Und diese Patienten bleiben in der Regel lebenslang unter einer Hochdoseert, wenn ich sage Hochdoseert, das heißt zwei Tabletten pro Tag.
00:10:38: Magen schöner.
00:10:40: Und da wählen wir auch eine starke Magenschöner, dass wir sicher sind, dass auch wenn Mageninheit nach oben kommen sollte, nach oben stoßen sollte, dass es der Mageninheit nicht so sauer sein sollte.
00:10:54: Und wenn das mit die Medikamenten nicht genügend ist, dann kommt ihr natürlich die Kollegen von der Visceralchirurgie dran und ihr habt auch Möglichkeiten.
00:11:05: diesen sauer Inhalt oder sauer Rückstau zu blockieren.
00:11:10: Die Idee dahinter ist, dass letztlich eine strukturelle Problematik vorhanden ist im Sinne eines Zwerfelbruchs, den man beheben kann.
00:11:18: Wir sind natürlich eher zurückhaltender bei solchen Situationen, weil, wenn es dann wirklich wieder losgehen sollte, von gehen gehen wir nicht aus, aber trotzdem, wir dann ein bisschen Probleme haben mit mit der klassischen Therapie-Option.
00:11:37: Klammer auf, Speise höher in den Pferden, Klammer zu.
00:11:42: Und das uns ein bisschen erschwert.
00:11:45: Das ist fast ein bisschen schicksal.
00:11:47: Ansonsten gesagt, man muss mit den Patienten das selbst sprechen, wie er das will.
00:11:52: Vielleicht zurückzukommen auf den Erfolg dieser Endes.
00:11:56: Ich habe es am Anfang schon gesagt.
00:11:57: Ich bin gerne Erfolg der Geschichte.
00:11:59: Wie häufig ist es denn, dass an diesem Ort wieder etwas wächst?
00:12:06: Es hängt an die Verfahren, die wir benutzen, aber mit den letzten Daten von der sogenannten ESD, endoskopische submokosale Dissektion.
00:12:18: Das heißt, man schneidet nicht nur den Schleimhaut, aber man schneidet unterhalb den Schleimhaut.
00:12:29: ganz unterhalb den Schleimhaut-Lision wegnimmt und wir das auch gestickende defizieren haben.
00:12:37: Das heißt, dass es keine tumorale Zellen mehr gibt.
00:12:40: Und dass wir natürlich dann der Patient mit genügendem Medikament dieser Saueraufstoßen dann therapieren können, dann haben wir ein sehr gutes Erfolg mit diesen Patienten.
00:12:54: Wir sind nahezu bei hundert Prozent.
00:12:56: Das ist wirklich ein Game-Changer, da kann man es auch so.
00:12:58: Im Vergleich zu vor zwanzig, dreißig Jahren, wo eine schwere Operation gemacht werden musste.
00:13:04: Also das, glaube ich, das ist wirklich ein riesen, riesen Erfolg.
00:13:06: Das kann man nur nochmals betonen.
00:13:09: Ja, mit diesen positiven Worten möchte ich mich ganz herzlich bedanken bei dir, Ria.
00:13:14: Danke dir, Elf.
00:13:15: Und ich hoffe auf bald wieder.
00:13:17: Sehr gerne.
00:13:18: Danke.
00:13:18: Merci.
00:13:34: Ciao.
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