Folge 7 – Notfallchirurgie im Fokus
Shownotes
Gäste: Prof. Beat Schnüriger & Dr. med. Yves Borbély Format: Podcast „IM FOKUS: BAUCHMEDIZIN“ – Folge 7
Kapitel:
- 00:00 – Intro & Thema der Episode: Notfallchirurgie im Bauchraum
- 00:33 – Was bedeutet Acute Care Surgery im Alltag?
- 01:23 – Individuelle Entscheidungen bei akuten Baucherkrankungen
- 02:13 – Intensivstation als zentraler Bestandteil der Akutchirurgie
- 02:29 – Elektive vs. Notfalloperationen
- 03:23 – 24/7-Betrieb: Organisation und Qualität in der Nacht
- 04:47 – Interdisziplinäre Zusammenarbeit im Notfall
- 06:11 – Häufige Krankheitsbilder: Appendizitis, Cholezystitis & Perforationen
- 07:33 – Stoma-Anlage: Notwendigkeit und Rückverlagerung
- 09:28 – Sterblichkeit bei schweren Bauchinfektionen
- 10:00 – Minimalinvasive Konzepte in der Notfallchirurgie
- 11:18 – Priorisierung und Entscheidungsfindung im Notfall
- 12:44 – Ileus: Paradigmenwechsel in der Therapie
- 14:19 – Trauma-Versorgung im universitären Zentrum
- 16:07 – ABCDE-Konzept und frühe Weichenstellung
- 18:41 – Extremmassnahmen im Schockraum
- 20:46 – Milzverletzungen: Organerhalt vs. Operation
- 22:16 – Fazit & Verabschiedung
Takeaways:
- Notfallchirurgie im Bauchraum erfordert schnelle Priorisierung und individuelle Therapieentscheidungen.
- Ein 24/7-System mit klaren Strukturen sichert Qualität – auch in der Nacht.
- Interdisziplinäre Zusammenarbeit ist entscheidend für komplexe Notfall- und Traumafälle.
- Moderne minimalinvasive Verfahren und konservative Strategien haben die Akutchirurgie in den letzten Jahren wesentlich verändert.
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Rechtlicher Hinweis: Dieser Podcast ersetzt keine individuelle ärztliche Beratung.
Transkript anzeigen
00:00:04: Im Fokus.
00:00:06: Bauchmedizin, Menschen, Klinik und Geschichten aus dem Innersten des Bauchzentrums.
00:00:13: Der Podcast für ein gutes
00:00:15: Bauchgefühl.
00:00:19: Was ist Notfallchirurgie im Bauchraum?
00:00:22: Wie läuft ein gewöhnlicher Tag von Prof.
00:00:25: Beat Schnüriger, der unsere Patienten mit Bauchnotfällen operiert und betreut?
00:00:31: Erfahren Sie mehr in unserem Podcast!
00:00:34: Willkommen zu einer neuen Ausgabe von unserem Podcast im Fokus Bauchmedizin.
00:00:40: Heute wieder sehr spannende Folge mit Professor Bert Schnüriger, er ist der Leiter von ACS-Team, also Acute Care Surgery.
00:00:48: Was heisst das konkret für seinen Alltag?
00:00:52: Wie gestaltet er sein Tag?
00:00:54: Das haben wir heute alles herausfinden.
00:00:57: Ja vielen Dank Yves!
00:01:00: Warum mache ich das?
00:01:02: Es ist ein breites Feld der akuten Krankheiten, die im Bauchum stattfinden können.
00:01:11: In der Regel sind das operative Therapien und die Herausforderung ist eigentlich für jeden Patient, der kommt mit einer akuten Erkrankung vom Atomen eine individuelle Lösung zu finden.
00:01:24: Das kann eine Operation sein, aber auch eine medikamentöse Therapie sein.
00:01:31: Du sagst es richtig oder eine Chirurgie des Bauchraums, aber auf den Notfall.
00:01:37: Eigentlich die Notfall-Situation zugeschnitten.
00:01:40: Aber wie sieht dein Tag aus?
00:01:41: Bist du da und rennst um?
00:01:44: Ob's hier und her oder was?
00:01:46: Verzähl mal ein bisschen aus deinem Alltag.
00:01:50: Das kann normal so sein.
00:01:52: Es gibt in diesem Sinn, weil das alles ungeplant ist nicht einen klaren Tagesablauf.
00:01:57: Und das ist wohl auch die Spannenden am ganzen.
00:02:01: Das kann sein, dass wir am Morgen gerade in die Operationssaal kommen müssen.
00:02:05: Es kann aber auch sein, wenn ein Tag lang nicht wenig läuft.
00:02:08: In der Regel starten wir mit den Visiten auf eine Intensivstation.
00:02:14: Wir visitieren alle kritisch kranken von der Universitärenklinik für visterale Chirurgie und Medizin.
00:02:21: Das ist eines der Standbeine des Akut-Chirurgies, eigentlich die Intensifmedizin.
00:02:27: Deshalb startet man damit.
00:02:30: Dann ist es so, dass wir etwa fünfzehn Prozent elektriere Operationen haben.
00:02:35: Das können wieder Herstellungen sein bei Stomatträgern nach Notfallchirurgien oder eben die eigentliche Notfallinterventionen.
00:02:44: Also die Herausforderung ist eigentlich diese, jeden Tag so zu planen, dass man in diesem Sinn jedem gerecht wird, jedem Patient.
00:02:56: Ich muss
00:02:57: aber auch sagen, das ist ja ein twenty-four seven Business.
00:03:01: Also es läuft permanent eigentlich.
00:03:05: Das ist genau wie du sagst.
00:03:07: Notfälle kommen dann, wenn sie halt stattfindet.
00:03:12: Das kann jetzt Zeit sein und auch zu Nacht sein.
00:03:15: Und entsprechend muss man das Team haben, die reagieren kann.
00:03:21: Auch übrigens intensiv.
00:03:23: Eine Station muss immer da sein.
00:03:26: Es muss immer ein Narkosenarzt da sein, damit man im Team die Situation meistern kann.
00:03:33: Zwischenbringend ist es so, dass die Operationen, die wir nachts machen mit der Vorhalteleistung, welche wir bringen, gleich entgoldet werden von der Krankenkasse in den Tag durch.
00:03:46: Das wissen viele nicht.
00:03:48: Obwohl das ein grosser Aufwand ist, in den acht Teams hier zu haben.
00:03:54: Können wir nicht mehr Geld dafür bringen, um zu Nacht operieren?
00:03:57: Wer soll es sein, um den Tag zu operieren.
00:03:59: Es ist auch wichtig zu sagen, dass Qualität der Patienten, die eine Nacht operiert werden.
00:04:04: Hier wollen wir ja die gleiche Qualität bringen wie am Tag.
00:04:08: Das ist ganz richtig!
00:04:12: Wir haben einen Oberarzt hier zur Nacht und ein Assistenzarzt.
00:04:16: Die sind das Zweite.
00:04:19: plus ein Leitendenarzt, der im Hintergrund hier ist und kommt zu Nacht, wenn sie es braucht.
00:04:27: Du hast vorhin angesprochen andere Teams, andere Schnittstellen, Intensivstationen... Wie muss ich mir das vorstellen?
00:04:37: Du bist eigentlich permanent im Austausch mit anderen Disziplinen gerade auch, wenn es um die Finde der besten Behandlung gibt für Patienten.
00:04:47: Ja, das ist eines der anderen sehr spannenden Aspekte von den Wisseralakutkirurgien.
00:04:57: Das ist sehr interdisziplinärisch.
00:04:59: Da ist es gesagt – zum Beispiel die Intensivmedizin, die sich um die Patienten kümmert.
00:05:06: Zum Beispiel nach einer Korrektur eines Infekts im Bauch.
00:05:11: Es kann aber auch ein Angiologe sein oder ein interventioneller Radiologe.
00:05:17: Das sind Spezialisten, die z.B.
00:05:19: einen blutenden Milz mit kleinen Trötchen eine Blutstillung machen, nach einem Umfall.
00:05:30: Oder eben den Notfall Mediziner, der letztendlich in Erstkontakt mit einem Schwerverletzt Die Patientin hat mit einer schweren Blutvergiftung auf dem Notfall.
00:05:42: Dort braucht es einen engen Austausch, damit man dann so eine Maske schneidern kann und Therapie machen
00:05:51: kann.
00:05:51: Ich will genauer anschauen, was du für eine Operation ... Was euer Team für eine Operation leistet.
00:05:59: Bleiben wir jetzt vielleicht mal beim ... Vielleicht weniger Trauma, also weniger Unfall als viel mehr Abdominalerkrankungen.
00:06:07: Was sind hier die drei oder vier häufigsten Operationen, Krankheitsbilder, die ihr behandelt?
00:06:12: Die häufigsten sind Blindarmentzündung und Gallablasentenzündung.
00:06:18: Das sind sicher die zwei häufigsten Operationen, die man macht – ca.
00:06:25: zuhundert bis zu zweieinhalb Fünfzehn je.
00:06:29: Und dann sind es Patienten, die Löcher haben, Perforationen haben im Magen-Darm-Bereich.
00:06:38: Magen-, Dünndarm-, Dickdarm.
00:06:40: Dann sind es Darmverschlüsse und sicher auch ein grosser Teil.
00:06:46: Und dann, was wir auch häufig haben ... Ich sage immer solche Inhouse Troubleshooting oder schnelle Hilfestellung.
00:06:55: In anderen Disziplinen gibt es z.B.
00:06:58: Gynäkologie, Urologie oder Gefäßchirurgie, in denen wir zugegriffen werden zur Operation, die unsere Beurteilung braucht und unsere Hilfeleistung braucht.
00:07:09: Das ist auch ein grosser Teil, also das ganze In-House Troubleshooting.
00:07:18: Jetzt hast du vorhin gesagt ... Darm heisst dann letztendlich auch Stoma, also künstliche Darmausgänge.
00:07:26: Wie häufig ist das?
00:07:28: Wie oft ist es, wenn man das Leben lang hat?
00:07:31: Kannst du uns da vielleicht noch etwas mehr erzählen?
00:07:34: Das ist ein grosses Volumen, die Perforationen im Magen-Darmbereich.
00:07:42: Häufig ist es so, wenn wir die Patienten operieren, weiss man nicht, wo das Loch ist.
00:07:47: Das heisst, man muss es zuerst einmal suchen.
00:07:49: In der Regel tun wir das mit Labroskopie und versuchen es zu identifizieren.
00:07:54: Die Patienten werden entsprechend gelagert, dass man im Dick- oder Magenbereich einterminieren könnte.
00:08:02: Wenn sie es braucht, muss man auch einen mittleren Bauchschnitt in der Regel machen.
00:08:08: Und dann ist es so, dass die Patienten mit der Infektion ... zum Teil lebensbedrohlich krank sind und damit auch ihre Reserven schlechter sind, dass man dann eigentlich eine Sturme machen muss aus Sicherheitsgründen.
00:08:27: Denn die Darmen können nicht heilen, weil der Reserver schlecht ist von den Patienten.
00:08:32: Das sind häufig ältere Patienten oder Patienten, die sonst noch Nebendiagnose haben.
00:08:37: Dann tut man das Sturma machen und in der Regel kann man diese Sturmas wieder zurückoperieren.
00:08:43: Man tut dann drei, vier Monate warten.
00:08:46: Bis sich der Patient erhält, bis er wieder Kraft hat für die neue Operation.
00:08:50: Dann kann man fast jedes Stommer zurückverlegen und das ist auch etwas, was wir sehr hübschig eigentlich machen.
00:08:56: Ist
00:08:57: es nicht wertvoll fürs Leben gehabt?
00:08:59: Das darf man ganz kurz so sagen.
00:09:00: Ich muss aber auch sagen oder das ist nicht etwas, das uns wahnsinnig gefreut macht zum Stommadasseleggen.
00:09:06: Aber es ist eine absolute Notwendigkeit, weil sonst die Patienten ihn nicht überleben.
00:09:11: Richtig!
00:09:12: Das ist das primäre Ziel zu überleben.
00:09:15: Die Sterblichkeit eines Loches im Darm ist auch heutzutage mit der ganzen modernen Medizin, Antibiotika, intensivmedizin und adaptierte Operationsverfahren.
00:09:29: Auch die Minimalinvasiv-Operationsverfahren sind immer noch etwa zwanzig Prozent.
00:09:34: Das darf man nicht vergessen, dass eine schwere Infektion im Bauch immer noch eine höhe Sterblichkeit hat und unser primäres Ziel ist natürlich das Potent überleben
00:09:44: zu können.
00:09:45: Du hast vor ein paar Jahren angesprochen, Minimal-Invasiv?
00:09:47: Ich glaube, das Wissen der Chirurgie hat sich in den letzten zehn bis zwanziger Jahre verändern.
00:09:54: Richtig Minimalivosiv, richtig kleineres Schnitt und vielleicht auch andere Konzepte.
00:09:59: Bleiben wir bei diesen Operationen, die nicht durch Traum bedingt sind?
00:10:04: Da ist es klar oder da ist Minimalivosität, dass er laparoscopisch, vielleicht sogar robotisch eigentlich das Mittel der Wahl.
00:10:12: Ja, wir wurden alle groß mit der Laparoscopia, also mit dem Video assistierten kleine Schnittchen Und da übertragen sie jetzt auch eine Notfallchirurgie.
00:10:28: Wir können diversische Notfalloperationen heutzutage labroskopisch lösen und ich denke, die Patienten profitieren aufgrund des zweiten Hits, das man mit dem möglichst klein macht oder den operativen Traum einhalten kann, dass man der Rollungsfas auch kürzer machen kann von diesen Patienten.
00:10:50: Sie sind sehr spannend.
00:10:51: Mit der Operation macht man nicht immer nur alles besser.
00:10:54: Das ist auch klar und das ist ein grosser Punkt bei uns, abwägen wenn braucht es eine Operation?
00:10:59: Und was für eine Operation braucht's?
00:11:01: Ganz genau!
00:11:02: Und das ist auch die Erfahrung gebraucht, wo wir versuchen, den Jungen weiterzugehen, dass man eigentlich – und das war einer der ganz wichtigen Aufträge von einem wisteralen akut chirurgischen Patientenrichtigen – einschätzen Priorisierung machen, wenn der Eingriff gebraucht ist.
00:11:21: Der Operation braucht es überhaupt, kann man auch mal warten.
00:11:27: Das ist wie gesagt eine sehr wichtige Eigenschaft von einem Notfallchirurg.
00:11:36: Manchmal kann man das nicht gerade auf dem Notfall machen und dann muss man die Patienten überwachen, ein bisschen kennenlernen ... stündlich vorbeigegangen, schauen wie sich die Entwicklung der Situation entwickelt und dass man nicht verpasst, wenn es in die Falschrichtung geht.
00:11:55: Ich bin sehr wichtig, was du gesagt hast!
00:11:56: Es ist ja nicht einfach ein einmaliger Eindruck schwarz auf weiss und dann macht man noch eine Person.
00:12:01: Es ist auch häufig die Evolution von der ganzen Symptome und der Symptomatik.
00:12:06: Ganz genau und darum ist es wichtig ... dass man ein Team hat, der dort am Ball bleiben kann.
00:12:13: Dass die nicht verschwinden im Operationssaal über Stunden, sondern um sind und dass sie jederzeit eine neue Evaluation machen können von einer Situation.
00:12:26: Einer der Krankheitsbilder, die wir kurz angesprochen haben, Leus oder Darmverschluss – da gibt es doch einige ... Änderungen geben im Konzept.
00:12:34: Von früher darf die Sonne nicht auf- und untergehen über einen Darmverschluss bis heutzutage etwas anders.
00:12:41: Vielleicht können wir uns da noch etwas
00:12:43: erzählen?
00:12:44: Ja, das ist so ... Früher war man viel aggressiver mit den Darm-Verschlüssen.
00:12:49: Die Ursachen für die Darmverschlüsse sind verschieden.
00:12:52: Die meisten sind aber Patienten, die Verwachsungen im Bauch haben, weil sie schon mal eine Operation hatten.
00:13:00: Und diese Patienten mit Verwachsenen Dort tun wir mit Kontrastmitteln zu schauen, ob es durchgeht.
00:13:09: Das hilft im Entscheid zur Operation aber auch, dass sich der Darmverschluss löst.
00:13:14: und sehr häufig ist es so, dass die Darm- verschlüsse aufgrund von Verwachsungen selber wieder lösen.
00:13:22: Und man kann dann eine Operation umgehen, die wieder neue Verwachsungen macht und auch Risiken mit sich birgt.
00:13:31: Auch dort ist manchmal Warten besser als gerade Einsteigen.
00:13:35: Aber es ist klar ein Patient, der krank ist oder einen Bauchfellentzündung hat, den das Kontrastmittel nicht durchgeht nach zwölf, vier, zwanzig Stunden.
00:13:46: Die müssen leider operiert werden.
00:13:50: Aber auch hier tun wir es sehr wichtig zu sagen, dass die Chirurgie nicht gleiche Operation.
00:13:54: Ganz im Gegenteil.
00:13:56: Eher Wahl, wenn sie uns nicht nötig sind und wenn nicht.
00:14:01: Kommen wir zum nächsten grossen Thema von deiner Tätigkeit.
00:14:05: Trauma-Unfallfolge.
00:14:10: Was sind da die häufigsten Krankheitsbilder, die du behandelst?
00:14:16: Das ist eher eine Guteringsgeschichte.
00:14:19: Das Inselspital ist eines der zwölf grossen Trämerzentren in der Schweiz.
00:14:24: Wir haben ein Netzwerk geschaffen im Rahmen einer hochspezialisierten Medizin, die Zwölfzentren.
00:14:31: Die Insel ist eigentlich zu grösst in der Schweizer, wir haben etwa sechshundertfünfzeiggeschwerferletzte und etwa dreißig bis vierzig Prozent oder einen Drittel von diesen Händen irgendwo im Bauch etwas.
00:14:44: Und die häufigsten sind natürlich sogenannte Stumpfentraum.
00:14:48: Das ist anders als in Amerika, in der Stadt, wo es mehr Schussstichverletzungen hat.
00:14:57: Auch diese haben wir, das ist so.
00:14:59: Aber unsere Haupt- und Umfallpatientengut sind eigentlich Verkehrsunfälle, Stürze, solche Sachen.
00:15:10: Das sind Milzen ... Riss oder Leberrissen?
00:15:14: Oder auch Blutungen im Bauchraum, z.B.
00:15:18: von Darm- oder Sattigesachen?
00:15:22: Schwierigkeiten sind ja nicht isolierte Trauma.
00:15:25: Das ist häufig im Gesamtkonzept mit der gesamten Problematik.
00:15:29: Man muss vielleicht eher sagen ... Mit bewusstlosen Patienten, die am Kopf Schädel etwas haben, dann haben sie Knochen gebraucht und einen Becken gebrauchen.
00:15:38: Das ist auch die grosse Herausforderung, dort im Zusammenhang mit den anderen Spitzenlisten etwas zu machen.
00:15:45: Das ist richtig!
00:15:47: Es ist hochinterdisziplinär und deshalb ist es wichtig, dass alle mit dem gleichen Konzept arbeiten.
00:15:57: Dass wir das alle um gleiche Strang ziehen.
00:16:00: Man hat auch dort eine Priorisierung nach dem ABCDE – ein internationaler Weg.
00:16:07: die sich alle daran halten.
00:16:09: Wichtig ist für uns, dass wir uns von der Bauchirurgie einbringen.
00:16:15: Gerade wenn es um den Bauch geht und sehr früh involviert wird, damit man die Weiche stellen kann – denn je früher man die Rechte stellt, desto besser ist eigentlich das Behandlungsresultat.
00:16:31: Und
00:16:31: das Perfidon ist ein bisschen wie im Wochenende, man sieht ja nicht von aussen und in Sekunden eines, dass etwas nicht gut ist.
00:16:37: Es ist ja gerade das Gegenteil.
00:16:38: Die bleiben relativ lange kompensiert.
00:16:41: Das sind ja häufig junge Patienten.
00:16:44: Gerade Sportumfälle sind sehr häufig junge Patientinnen und haben natürlich extrem gute Reserven.
00:16:51: Dort ist genau wie du siehst die Schwierigkeit eigentlich zu erkennen.
00:16:56: Aber wenn es wirklich kritisch wird, dann geht das sehr rasch von einer Minute auf die andere.
00:17:01: Gerade wenn es eine Blutung ist, ist es schwerer.
00:17:08: Man weiss
00:17:09: z.B.,
00:17:10: wenn man zum Beispiel den Abdrück der Sicherheitsgurt auf dem Bauch sieht oder einen Patienten mit einem schweren Beckenfraktur oder Rippefrakturen.
00:17:18: Das sind so etwas Zeichen, dass wahrscheinlich ein Bauch etwas nicht stimmt.
00:17:23: Jetzt hast du gerade diese Gurt!
00:17:24: Marken angesprochen.
00:17:26: Es gab ja Revolutionäre Entwicklungen, siebzeig Jahre, wenn man recht ist mit gutem Pflicht plus dann auch Airbag.
00:17:35: Gibt es da etwas nächstes zum Horizont?
00:17:36: Künstlich intelligent!
00:17:39: Ja das war richtig, es war übrigens Volvo.
00:17:41: die haben in siebziger Jahren erstmals die drei Punkte gut eingebaut hat ihr Auto.
00:17:47: Das führte dazu dass es weniger Tote gegeben hat im Straßenverkehr aber es gab mehr Schwerverletzungen weil wir mehr überlebt haben.
00:17:56: Und dann kamen die Airbags, was eine ähnliche Entwicklung gezeigt hat und das bisher sehr gut war.
00:18:07: Was ich jetzt eingehen kann oder so Affarassistenten der Verkehrsicherheit machen oder weniger Schwerverletzungen kann ich dir nicht sagen.
00:18:16: Aber es wäre wünschenswert ja!
00:18:18: Das ist
00:18:18: klar, aber du sagst etwas ganz Spannendes.
00:18:20: Früher war es mehr so schwarz-weiß und jetzt sind mehr so grau Zonen unterwegs.
00:18:24: Auch das macht sie ja nicht ganz einfach.
00:18:27: Gibt es Situationen, wo man von Anfang an sagt hier ist nichts mehr möglich oder ist eigentlich jeder Patient, der zu uns kommt wird alles gemacht?
00:18:34: Und erst dann wird entschieden?
00:18:38: Ja also häufig sagen wir mal so... Bei schweren Verkehrsumfällen hast du Patienten, die es gar nicht in der Spital arbeiten.
00:18:50: Die sehen wir halt nicht.
00:18:52: Das ist ein gewisser Anteil.
00:18:55: und dann gibt es Tiere, die hochkritisch kommen, die mit dem Blutdruck schlecht sind oder verblüten sind.
00:19:03: Und dort haben wir schon heutzutage verschiedene Möglichkeiten.
00:19:08: Man hat z.B.
00:19:09: die so genannte Reboa, also Ballon, in der man in den Hauptschlag adreniert und aus der Liste raus zum Blutfluss in die andere Körperhälfte zu unterbinden, damit das Hirn nicht besser durchblutet bleibt.
00:19:24: Man hat eine Möglichkeit, einen Kreislauf zu stabilisieren.
00:19:29: Wir müssen manchmal, wenn die Patienten wirklich ... Die Lebenszeichen verlieren immer im Schockraum, dass wir das Herz offen massieren.
00:19:41: Manchmal muss man mit den Klammern der Orte, also vorher von den Herbstschlagen addern um wieder Blutfluss gegen das Hirn zu verbessern.
00:19:51: Das sind extreme Situationen, die zum Glück selten sind und leider auch schlechte Resultate haben.
00:19:58: Aber wir haben immer wieder ... wundersame, überlebende, anektotische Fälle, die es halt überleben.
00:20:05: Und das lohnt sich aufgrund dieser Erlebnisse eigentlich, diese Therapie durchzuführen – das ist unsere Meinung.
00:20:14: Das andere, was wir auch nicht vergessen, wenn wir diese Extremmassnahmen machen, dann bringen wir den einen oder anderen Patienten auf eine Intensivstation, die vielleicht später ...
00:20:26: z.B.,
00:20:27: wenn man Hirntod feststellt, zu Organspender werden, was eben auch ein wichtiges und wertvolles Outcome ist.
00:20:37: Aber gerade das primäre Ziel klar?
00:20:39: Das ganze Leben?
00:20:40: Absolut ja!
00:20:42: Wie kann man noch ganz den letzten Aspekt auch hier moderne Methoden... Flüssig ein, man will auch hier minimale Massive werden.
00:20:51: Das Paradebeispiel ist die Behandlung der Milzeruptur von einer Milze, die borstend ist.
00:20:59: Häufig aufgrund Stumpfenbucht hat es auch eine Paradigmewechsel gegeben in den letzten zehn bis zwanzig Jahren.
00:21:05: Ja also mein Ziel ist eigentlich, eine Milz möglichst zu erhalten.
00:21:10: Oder sollte ich sagen was du natürlich antunst, dass wir blutende Milzen sehr häufig dass man die Milze entfernt hat.
00:21:21: Heutzutage können wir eigentlich von den milzverletzten, sog.
00:21:27: konsortiv behandeln, sprich mit ebenen Embolisationen durch Angiologen oder interventionellen Hadeologen um diese Milzen zu erhalten, weil wir der Meinung sind, dass Milzer ein wichtiges immunologisches Organ ist Und ein Leben ohne Milz ist einfach unangenehm.
00:21:47: Wir versuchen, möglichst echte Milze zu erhalten.
00:21:50: Ich muss aber auch noch eines sagen.
00:21:51: Das kommt mit einem gewissen Preis in Anführungszeichen.
00:21:55: Es ist nicht eine schwarz-weisse Situation, sondern das erfordert wieder euer Team, der sehr eng anbleibt.
00:22:03: Ja, weil trotz initialer Blutstilung hat das natürlich später weiterblüht und manchmal muss man dann in einem Sekundär oder einen zweiten Schritt im Ilzen halt gleich aus dem Operieren.
00:22:15: Das ist eine
00:22:16: Art... Vielen Dank Beat!
00:22:18: Es war sehr spannend und wir gehören bald wieder voneinander.
00:22:22: Danke vielmals!
00:22:23: Danke vielmal!
00:22:26: Im Fokus Bauchmedizin Menschen, Klinik, Geschichten aus dem Innersten vom Buchzentrum.
00:22:35: Der Podcast für ein gutes
00:22:37: Buchgefühl!
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